Titelstory Diamond Business 2-2019
  • Firma: NEHER DIA GmbH & Co. KG
  • Land: Deutschland
  • Autor(en): Katja Dümpert
  • Artikel vom: 10 Juni 2019
  • Seitenaufrufe: 26
  • Artikel Nummer: 069-006-de
  • Titelstory Diamond Business 2-2019

    Eine Technologie mit Potenzial – Additive Fertigung (3D-Druck)

    Für die Neher Group lagen die Vorteile auf der Hand. Mit dieser Technologie können die Kunden auch schon in der Produktentstehungsphase unterstützt werden, indem kostengünstig Prototypen in unterschiedlichen Materialien wie Aluminium, Stahl, Titan, Inconel, Cobalt-Chrom und Kunststoffen hergestellt werden. Ein großer Vorteil bei der additiven Fertigung liegt auch darin, endkonturnahe Bauteile zu fertigen. Vor allem bei schwer zerspanbaren Materialien wie Titan und Inconel können so Prozess- und Werkzeugkosten reduziert werden – auch in der Serie.

    Seit Beginn der additiven Fertigung bei der Neher Group werden aber auch innovative Werkzeuge mit besonderen Ansprüchen im 3D-Drucker erschaffen. Darunter Leichtbaukonstruktionen, Fräser-Kassetten, Spanraumschalen zur Rückspülung von Spänen oder komplette Rückspülwerkzeuge und MMS­fähige Werkzeuge wie der Nehmo Dual. Auch Kosten für Betriebsmittel, die vorher konventionell hergestellt oder fremdbeschafft wurden, konnten durch die Verlagerung auf die additive Fertigung teilweise drastisch reduziert werden.

    Mittlerweile kann die Neher Group auf mehrere Kunststoffdrucker und zwei metallverarbeitende Drucker der neuesten Generation zurückgreifen. Diese Drucker ermöglichen die Fertigung durch verschiedene Verfahren wie SLM (selektives Laserschmelzen), SLS (selektives Lasersintern), Polyjetverfahren und FDM (Schmelzschichtung). Betreut werden die Drucker durch mehrere erfahrene Mitarbeiter. Den Kunden wird ein Full-Service-Paket geboten. Darin enthalten sind die Beratung zur Optimierung der Bauteile, die Auswahl des passenden Materials und Fertigungsverfahrens, die 3D-Druck gerechte Aufarbeitung der Datensätze, der eigentliche Druckvorgang sowie die Nachbearbeitung, Montage und Veredelung der Bauteile. Für dieses Full-Service-Paket stehen der NEHER GROUP die Kompetenz, die Systeme und die Fertigungsverfahren der gesamten Gruppe zur Verfügung, was für die Kunden ein entscheidender Vorteil darstellt. Gerne unterstützen wir auch Sie bei der Entwicklung und Umsetzung Ihrer Ideen. Eine Anfrage genügt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

    Der neue Nehmo Dual-Aufsteckfräser

    Der Nehmo Dual-Aufsteckfräser ist eine Neuentwicklung aus dem Hause Neher, bei dem die konventionelle und die 3D-Fertigung vereint wurden.

    Hergestellt wird der Nehmo Dual hauptsächlich auf dem eigenen 3D-Drucker. Hierzu wird der untere Teil des Fräsers, mit dem er auf den Dorn aufgebracht wird, konventionell auf der Drehmaschine gefertigt. Anschließend wird dieser Teil auf eine eigens entwickelte Nullpunkt-Aufspannung auf den 3D-Drucker aufgespannt. Der obere arbeitende Teil wird gedruckt. Auf diese Weise können die Kühlkanäle so gestaltet werden, dass der Aufsteckfräser mit Minimalmengenschmierung betrieben werden kann. Ein solches Konzept gibt es auf dem Markt bislang nicht. Der Nehmo Dual kann auch für Kühlschmierstoff-Anwendungen problemlos eingesetzt werden. Daher der Namenszusatz »Dual«. Der Fräser ist wie die Standard-Aufsteckfräser aus dem Hause Neher in unterschiedlichen Größen herstellbar.

    Der Aufsteckfräser in der Monoblockvariante wurde vor etwa 25 Jahren von der Firma NEHER entwickelt. In dieser Zeit hat sich der Fräser in unzähligen Anwendungen bei den unterschiedlichsten Materialien bewährt.

    Der Nehmo-Aufsteckfräser wurde in den letzten Monaten weiterentwickelt, um den Kunden der Neher Group noch mehr Leistung und Effizienz zu bieten. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Kühlung und die Stabilität des Fräsers gelegt. Durch die optimierten Kühlkanäle wird das Kühlschmiermittel direkt zur Schneide transportiert. Der heiße Span wird hierdurch schockversprödet, was zu einem guten Spanbruch führt. Gleichzeitig wurde die Steifigkeit des Fräsers erhöht. So können Schwingungen, auch bei anspruchsvollen Frässtrategien, gering gehalten werden. Dies hat eine direkte positive Auswirkung auf die Standzeit und die Qualität der Bauteiloberfläche.

    Der bewährte Nehmo-Anschliff, der in gewohnt höchster Neher-Präzision gefertigt wird, garantiert darüber hinaus eine hohe Maßgenauigkeit und beste Fräsergebnisse. Standardmäßig ist der Nehmo-Aufsteckfräser Ø 100 mm mit 9 PKD-Schneiden bestückt. Für HSC-Frässtrategien kann er auch mit bis zu 20 Schneiden ausgestattet werden. Selbstverständlich ist der Fräser auch in zahlreichen anderen Dimensionen erhältlich.

    Neher als Systemlieferant

    Auf »System« kommt es an

    Dass Neher Präzisionswerkzeuge herstellt, ist seit nunmehr 29 Jahren bekannt. Im Jahr 2012 jedoch wurde eine neue Sparte, die Neher Automation, gegründet. Seitdem ist die Neher Group der erste und einzige Werkzeuglieferant weltweit, der seinen Kunden sowohl die Konstruktion und Fertigung komplexer Werkzeuge als auch zahlreiche Leistungen, die der spanenden Bearbeitung der Kundenbauteile vor- und nachgelagert sind, anbieten kann.

    Rapid Prototyping

    Die Neher Group unterstützt ihre Kunden bei der Entwicklung neuer Komponenten und Bauteile durch das »Rapid Prototyping«. Eine eigene Abteilung der Neher Group, die sich mit der additiven Fertigung beschäftigt, ist in der Lage, Entwürfe und Prototypen von Kundenbauteilen kostengünstig und schnell herzustellen. Zahlreiche Materialien, darunter Aluminium, Stahl, Titan, Inconel und verschiedene Kunststoffe sind zwischenzeitlich auf den 3D-Druckern verarbeitbar.

    Enger Kundenkontakt als Standard

    Bei neuen Werkzeugprojekten bietet die Neher Group alle Dienstleistungen rund um die Bauteilbearbeitung an. Hierzu gehören sowohl die kostenoptimale Auslegung und Konstruktion des Werkzeugkonzepts als auch die Unterstützung durch qualifizierte Neher Mitarbeiter vor Ort beim Kunden. Zusätzlich werden Spannvorrichtungen, Einstellpläne, Programme und Maschinenfähigkeitsuntersuchungen angeboten, die eine enge Abstimmung mit dem Maschinenhersteller und dem Kunden erfordern.

    Nach der Bauteilbearbeitung ist vor der Montage

    Häufig ist es mit der reinen spanenden Bauteilbearbeitung nicht getan. In der Regel folgen Prüfungen, Bauteilkennzeichnungen und Montage. Auch hier bietet die NEHER GROUP seinen Kunden Lösungen »Made in Oberschwaben«.

    Die Be- und Entladung von Bauteilen von der Maschine in eigens entwickelte Montageanlagen hat die Neher Automation schon mehrfach erfolgreich über Roboterhandlings umgesetzt. Dichtheitsprüfanlagen für bspw. kritische Motoren- oder Getriebegehäusekomponenten und Bauteilkennzeichnungen über Laserbeschriftungsanlagen mit eigenem Laser runden das Systemportfolio der Neher Group ab.

    Fazit

    Zusammenfassend bietet die Neher Group unkomplizierte Systemlösungen als Generalunternehmer und trägt so zum Erfolg ihrer Kunden bei. »Darauf sind wir stolz.«

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