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Mit der Fachzeitschrift DIAMOND BUSINESS wenden wir uns 4-mal im Jahr - mit einer Auflage bis zu 10.000 Exemplaren - an Anwender und Hersteller von Diamant- und CBN-Werkzeugen.
Wir berichten über angewandte Werkzeugtechnologien, Fertigungsprozesse und Verfahren sowie die hierfür eingesetzten Maschinen und Halbzeuge. Dienstleister und Zulieferer von Komponenten schätzen unsere branchenspezifischen Berichte über den Einsatz von superharten Schneid- und Schleifstoffen.
Autoren aus Hochschulen und Industrieunternehmen berichten über Innovationen, Tests und Trends.


Editorial Ausgabe 4/2018: Das strahlende Lächeln der Branche


Katja Dümpert

Strahlendes Lächeln ist mit dieser Diamond Business-Ausgabe angesagt. Denn wer diese Tage nach der aktuellen Auftragslage fragt, dem kommt oftmals kommentarlos ein solches entgegen. Die Tatsache, dass derzeit viele Betriebe in der Präzisionsbearbeitungsbranche euphorisch in die Zukunft blicken, hängt auch damit zusammen, dass in den letzten Monaten flächendeckend zielstrebig, konditionsstark und erfolgreich an Neuerungen gearbeitet worden ist. Das macht nebenbei bemerkt einen signifikanten Unterschied zur „alten“ Marktwirtschaft aus. Dort war es durchaus gängig und überlebenswichtig, sich im Fahrwasser der Dickschiffe, sprich Konzerne, aufzuhalten. Deren Think Tanks gaben die Innovationen und Rahmenbedingungen vor. Die Zulieferer, meist Mittelständler und Kleinbetriebe (KMUs), mussten sich ´ranhängen. Die Einführung der fast schon legendären Enterprise Resource Planning (ERP) Software SAP R3 um die Jahrtausendwende ist ein Beispiel für diesen Ex-Trend von „oben nach unten“.

Nunmehr begegnen die KMUs den Herausforderungen Globalisierung, Digitalisierung, Downsizing, Performance, Additive Fertigung usw. selbst und selbstbewusst. Die beiden diesjährigen Leitmessen der Branche, Grindtec und AMB, sind Beispiel dieses Feuerwerks an Innovationen. Diese Diamond Business Ausgabe wirft ein Schlaglicht darauf, unter anderem im Zerspanungsteil ab Seite 20. Und unter dem Motto „Zahn um Zahn mehr Wirtschaftlichkeit“ stellt das Magazin ab S. 44 neue Werkzeuge und Verfahren in der Schleiftechnologie, ab S. 52 zum Finishen vor. Die immer vielfältigeren und komplexer werdenden Möglichkeiten der Laserbearbeitung in der Fertigungs-Supply Chain sind ab Seite 58 angerissen.

Zum Lächeln animiert auch die Zahl der deutschen Patentanmeldungen, die in den letzten Jahren mit rund 68.000 einen stabil hohen Wert erreicht hat. Rund die Hälfte davon entfällt – je nach Lesart – auf den Maschinen-, Anlagen-, Werkzeugbau sowie die Messtechnik; eine nicht zu verachtende Zahl der Anmeldungen kommt aus den KMUs. Und die neue umati- (universal machine tool interface) Schnittstelle, mit der es endlich gelingen soll, unterschiedliche Fertigungslinien und unterschiedliche Maschinentypen, Baureihen und Baujahre zu vernetzen, ist ebenfalls Ausfluss dieser Innovationskraft.

Der Drang zur raschen Veränderung wird in vielen Unternehmen mittlerweile fast selbstverständlich gelebt, mit einem Lächeln eben, und blitzartig in das Tagesgeschäft integriert, ohne jedoch vom Leitsatz der Qualität und Präzision abzurücken. Das Stimmungsbild „beste AMB aller Zeiten“ (S. 68 ) trägt uns noch durch den Herbst. Klar, irgendwann wird eine Krise kommen und das Lächeln etwas schmallippiger ausfallen, doch das Firmenportrait Agathon (S. 38 ) beweist, dass sich Krisen auch zukunftsweisend, vielleicht sogar mit einem Lächeln auf den Lippen gestalten lassen – sofern man Churchills Ratschlag „Never waste a good crisis“ beherzigen kann.

Ihre Katja Dümpert

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