Status-Report: Die EMO Hannover 2017 zeigt die Werkzeugindustrie auf dem Weg zu I4.0

Markus Kannwischer, Leiter Technik und Mitglied der Geschäftsleitung der Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH, Tübingen: „Künftig werden Werkzeugdaten über den gesamten Lebenszyklus erfasst. Das betrifft insbesondere Werkzeuge, die nachgeschärft oder nachbestückt werden.“

Für Dr. Niklas Kramer, Director Product and Industry Segment Management (Sales Area Central Europe) bei Sandvik Coromant gibt es drei Gründe, weshalb Industrie 4.0 die Zerspanung beeinflusst. „Es rückt erstens den Fokus auf die wertschöpfenden Prozesse, da ressourcenfressende Tätigkeiten rund um die eigentliche Produktion hoffentlich durch I4.0 zunehmend automatisierbar werden“, berichtet Kramer. „Zweitens ist die Zerspanung ein sehr erfahrungsbasiertes Feld. Je mehr es uns gelingt, datenbasiert oder auch mit statistischen Methoden Einblicke zu gewinnen, umso besser können wir Zerspanungsprozesse auslegen und optimieren.“ Außerdem zeige die Branche – so Punkt drei – heute eine große Lücke zwischen Zerspanungsforschung und der praktischen Anwendung. Da helfe schon ein kleines Plus an Systemintelligenz, sei es nun eine I4.0-Maschine oder z.B. ein Prozessüberwachungssystem, um schneller bessere Entscheidungen zu treffen und frühzeitiger Abweichungen zu erkennen.

Artikelnummer:

062-077