• Firma: GRIMM GmbH
  • Land: Deutschland
  • Artikel vom: 27 Juni 2012
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  • Kategorie(n): WERKZEUG ANWENDUNGEN, Schleifmaschinen
  • Schlüsselbegriffe: Ölpumpen, Wellen, Zahnräder
  • Drei Millionen verzahnte Werkstücke pro Jahr

    Bis zu zwei Milliarden Zahnräder werden jährlich weltweit hergestellt, so die Schätzung von Experten aus der Branche. Alleine der Getriebebau im Automobilbereich macht hier einen hohen Anteil aus, angesichts von rund 65 Millionen Autos, die im Jahr 2011 weltweit produziert wurden.

    Doch auch in vielen anderen Bereichen kommen Zahnräder und verzahnte Wellen zum Einsatz, dabei immer eine Herausforderung: Komplexe Formen, stark schwankende Losgrößen, hohe Typenvielfalt und eine außergewöhnliche Bauteilqualität. Wie man sich in diesem anspruchsvollen Segment behaupten kann, zeigt die Firma Grimm aus Gosheim, ein Verzahnungsspezialist, der auf über 80 Jahre Erfahrung bei der Verzahnungsherstellung zurückblicken kann – ein Anwenderbericht.

    „Wir haben bei unserer Produktion einen Automotive-Anteil von ca. 25 Prozent, vor allem im Bereich Ölpumpen, Wellen und Vakuumpumpen. Unser Unternehmen ist aber auch im Bereich der Antriebstechnik stark vertreten; das Spektrum der Produktion reicht dabei von Wellen für Schermaschinen bis zu Wellen für Jalousiemotoren. Jeder Elektromotor, in dem eine Welle zum Einsatz kommt, ist für uns interessant. Im Schnitt verlassen pro Jahr ca. 20 Mio. Wellen unser Unternehmen“, so umreißt Eugen Braunschweiger, einer der beiden Geschäftsführer der Grimm GmbH, das Fertigungsspektrum.

    Grimm produziert ca. drei Mio. verzahnte Werkstücke pro Jahr. Dabei reicht das Know-how vom Drehen der Wellenrohlinge über das Verzahnen bis zum Schleifen. Das Ziel ist, ein einbaufertiges Werkstück zu produzieren. „Unser Fokus liegt darauf, unseren Kunden nicht nur einen Arbeitsschritt anzubieten, sondern ein komplett fertig bearbeitetes Bauteil“, erläutert Braunschweiger. Dabei sei der Schwerpunkt nicht die Herstellung reiner Drehteile. „Wir haben uns auf Werkstücke spezialisiert, die in mehreren Fertigungsschritten hergestellt werden. Hier liegt unsere Stärke“, so H. Fritz, Geschäftsführer bei Grimm.

    Mit dem Partner verzahnt

    Bereits vor 40 Jahren hat Grimm in die erste Koepfer-Maschine investiert und es kommen bis heute ausschließlich Koepfer- Maschinen zum Einsatz. „Koepfer bietet uns Verzahnungsmaschinen, die sehr gut zu unseren Werkstücken, der Teilevielfalt und zu unseren Losgrößen passen. Zudem versuchen wir, die Anzahl der unterschiedlichen Maschinen-Hersteller im Unternehmen gering zu halten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die räumliche Nähe und der dadurch resultierende schnelle Service“, erklärt Fritz weiter.

    K-Serie wie Kompatibilität

    Ein weiterer Punkt, der Performance steigernd wirkt, ist die Kompatibilität der einzelnen Maschinen. So können alle Werkstückaufnahmen auf allen Koepfer-Maschinen eingesetzt werden. Die Software, Werkzeuge aber auch die Magazinierung ist ebenfalls kompatibel. „Der Schulungsaufwand für die Mitarbeiter reduziert sich natürlich, wenn man mit Maschinen eines Herstellers arbeitet, der eine so durchdachte Maschinenplattform hat wie Koepfer“, berichtet Volker Eschle, Technologieverkäufer ebenda. Mehr als 200 gelieferte Maschinen belegten den Erfolg. Die neue K160 steht auch schon bei Grimm: „Bei der K160 gefällt mir vor allem die sehr gute Zugänglichkeit, trotz der Maschinengröße. Auch was Maßtreue und Zuverlässigkeit angeht, ist dies sicherlich außergewöhnlich. Ist die K160 einmal eingestellt, produziert die Maschine in hervorragender Qualität ohne Nachbesserungen“, so H. Bohner, Abteilungsleiter bei Grimm. Ein weiteres Highlight in der Grimm-Fertigungshalle sei die Wälzfräsmaschine K 200. Ein systemtechnischer Vorteil, den die K200 Maschine biete, ist der Einsatz eines Universalfräskopfes. Damit ließen sich durch klassisches Wälzfräsen beispielsweise Stirnräder bearbeiten und, ohne etwas umbauen zu müssen, auch Schnecken fräsen. So biete die Maschine ein enormes Maß an Flexibilität.

    Mensch und Maschine

    „Um sehr hohe Qualität herstellen zu können, sind hochwertige Fertigungsmittel erforderlich. Das sind zum einen die Maschinen und zum anderen natürlich auch die Messmittel, um die Qualität überprüfen und dokumentieren zu können. Jedoch um am Ende auch die Qualität wirtschaftlich zu erreichen, ist der Schlüssel das Know-how der Bediener bzw. Einrichter. Dieses Zusammenspiel ergibt die Qualität, für die wir bei unseren Kunden geschätzt werden. Funktioniert hier ein Teil nicht, sind diese hohen Qualitätsanforderungen, die von unseren Kunden gefordert werden, nicht zu erreichen“, erläutert Eugen Braunschweiger sein Erfolgsmodell. Eine Besonderheit, die Grimm nach eigenen Berichten auszeichnet, ist das hohe Maß an Flexibilität bei den Losgrößen. So werden Projekte von Kleinserien bis zu Massenfertigung auf den Maschinen gefahren. Bis zu 3500 verschiedene Werkstücke werden pro Jahr bei Grimm hergestellt. Daraus ergeben sich für die Verzahnungsmaschinen 4-5 Rüstprozesse pro Tag. Eine weitere Komponente für die Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens ist das Engagement im Bereich der Ausbildung. So werden Industriemechaniker mit Schwerpunkt Drehen, Schleifen und Verzahnen bei Grimm ausgebildet.

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