• Land: Deutschland
  • Artikel vom: 27 Juni 2012
  • Seitenaufrufe: 4044
  • Kategorie(n): WERKZEUG ANWENDUNGEN, Schleifen
  • Schlüsselbegriffe: Automatisierung, Diamant-Rotationswerkzeuge, Lasertechnologie, Raycutter
  • Automatisierte Bearbeitung von Diamant-Rotationswerkzeugen

    Jel, Werkzeughersteller im Diamantbereich und Mitglied der Komet Group, steigert gleichzeitig Geschwindigkeit und Qualität durch den Einsatz einer Mikropräzisions-Laseranlage von Typ Raycutter mit integrierter Automation.

    Entscheidung für die Lasertechnologie

    Für die Verwendung neuer Schneidstoffe bzw. von grobkörnigem PKD, die mit den gängigen Produktionsverfahren gar nicht oder nur unzureichend bearbeitet werden können, eröffnet die Lasertechnologie neue Anwendungsgebiete und somit auch neue Märkte. Die Standzeit der Werkzeuge ist höher, da es bei dem von Laserpluss angewendeten Verfahren keine thermische oder mechanische Schädigung der Schneidkante gibt. Ausbrüche existieren nicht (s. Abb. 4) und die Werkzeuge arbeiteten maßhaltig vom ersten Schnitt an, so der Hersteller Laserpluss AG. Die Entscheidung für einen Raycutter wurde aufgrund der Flexibilität und Funktionalität der Maschine getroffen, heißt es bei Jel. Bei der Funktionalität war besonders wichtig, dass nicht nur Konturen mit dem Laser bearbeitet werden können, sondern auch Spanleitgeometrien eingebracht werden können. Neue Schneidstoffe wie CVD und MKD können mit dem Raycutter bearbeitet werden, genau wie die schon gebräuchlichen PKD und cBN. Kontur-Daten können aus dem CAD-System übernommen werden. Dadurch ist es möglich, vielfältige Geometrien zu bearbeiten.

    Des Weiteren können die verschiedensten Schneidstoffe bearbeitet werden, und dies mit einer besseren Oberflächengüte als beim Erodieren bei ähnlichen Bearbeitungszeiten. Eine automatisierte Laserbearbeitung mit dem Raycutter hat die zusätzlichen Vorteile, dass das Rüsten und Bestücken der Anlage mannlos erfolgen kann. Dadurch ist eine personalarme und kosteneffiziente Produktion möglich. Auch Wochenendund Nachtzeiten können ohne eine bemannte Schicht ausgenutzt werden.

    Automatisierung

    Ein weiterer Punkt für die Entscheidung war, dass seitens des Raycutter-Herstellers auf die Wünsche von Jel eingegangen worden sei, berichtet Komet, und ferner eine individuelle Anpassung vorgenommen werden konnte. Neben dem Raycutter wurde eine Bandstraße zur Aufnahme von 15 Rotationswerkzeugen mit einem Durchmesser von 150 mm installiert. Die Zuführung der Bauteile erfolgt über einen Roboter. Die Bearbeitungsparameter werden den Werkzeugen über einen Transponder zugeordnet. Eine Datenbank mit Auftragsverwaltung regelt das Zusammenspiel. Der Roboter belädt nach dem Start den Raycutter selbstständig in die Drehachse und öffnet das dazugehörige Bearbeitungsprogramm. Sobald das Werkzeug bearbeitet ist, wird es auf seiner Position abgelegt und ein weiteres Werkzeug wird geladen und bearbeitet. Das Beladen des Bandes kann während der Bearbeitung erfolgen. Ist das letzte definierte Werkzeug bearbeitet, geht die Anlage automatisch in einen Standby- Modus. Ein weiterer Vorteil ist, dass Laserpluss nicht nur den Raycutter liefert, sondern auch Roboter und Bandstraße. Die Programmierung der erforderlichen Schnittstellen sowie das Einrichten der kompletten Anlage wurde ebenfalls von dem Laserspezialisten übernommen.

    Suche nach Schlüsselbegriffen im Bereich Werkzeug Anwendungen